Katholischer Deutscher Frauenbund
Katholischer Dt. Frauenbund Zweigverein Dießen
110 Jahre KDFB Zweigverein Dießen
Die Jubiläumsfeier findet am Samstag, 26. September statt. Beginn ist um 13.30 Uhr im Marienmünster mit einem Gottesdienst, anschließend Festnachmittag im Traidtcasten.

NUR WER BEWEGT IST, KANN ANDERE BEWEGEN

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Unser Foto zeigt die Frauen, die in der letzten Periode aktiv mitgewirkt haben: Brigitte Haugg (hört auf), Christiane Hornsteiner (wird Vorsitzende, vorher Beisitzerin), Margot Grötz (hört auf), Cornelia Kammerl (wird Beisitzerin und Landfrauenvereinigung), Claudia Ernst (hört auf), Irmi Reitinger (hört auf), Traudi Wasl (bleibt Beisitzerin), Angelika Mayr (hört auf), Elfriede Breitner (kein Mitglied im Vorstand, Ehrung als Fahnenträgerin und Hilfe in der Küche). Vorne sitzend Resi Gerum (war Beisitzerin, ist Vorstandsmitglied), Sandra Perzul (hört auf), Beate Bentele bleit in ihrer dritten Frauenbund-Periode verantwortlich für Presse und Öffentlichkeit

Der Frauenbund Diessen ist mit über 180 Mitgliedsfrauen ein starker Zweigverein. Dennoch gab es im Vorfeld Befürchtungen um einzelne Mandate. Dass sich letztlich über Presse und viele persönliche Gespräche die Frauenbund-Ziele verfestigten und auch jüngere Mitgliedsfrauen mobilisierten, führte zu großem Aufatmen und zu einem vollen Traidtcasten neben dem Marienmünster.

„Das ist großartig“, freut sich Diözesanvorsitzende Monika Knauer, „ich bin begeistert“, knüpft sie an das Frauenbund-Jahresmotto an: „Nur wer bewegt ist, kann andere bewegen.“ In diese Sinne hätte der Diözesanverband auch beispielgebende Aktionen während der Corona-Zeit empfohlen. In Diessen seien zum Beispiel Mundschutzmasken genäht worden zugunsten der Klinik im Klosterhof. Es sei insgesamt keine einfache Zeit gewesen, auch wenn seitens des Frauenbunds immer wieder Hoffnung genährt wurde durch Mutmach-Aktionen, die teilweise auch digital gelaufen sind. 

Die Aktionen und Unterstützungen für Frauen-Themen deutschlandweit würden mehr und auch intensiv wahrgenommen. Der Frauenbund kämpfe für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, mache sich stark für angepasste Mütter-Rente (ursprünglich vom FB-Landesverband Bayern angeschoben), mehr Freibeträge für die Rente, mehr Finanzausgleich für die häuslichen Pflege, „damit den Frauen auch was bleibt.“ Gleiches müsse für Frauen im Homeoffice gelten. Auch die Gleichstellung der Frauen in kirchlichen Ämtern gelte weiterhin als Ziel, das noch lange nicht erreicht ist. Sicher sei die politische und humanitäre Unterstützung der überlebensnotwendigen und wichtigen Ziele in der Gesellschaft, hinter denen Landesvorsitzende Emilia Müller mit aller Kraft steht, die ihr Leben lang schon als Politikerin der Frauenpolitik verpflichtet ist.

Grußwort vom geistlichen Begleiter

„Ein Pfarrer ohne Frauenbund, ist ein armer Hund“, launige Worte, mit denen Diessens Pfarrer Josef Kirchensteiner das Rednerpult übernahm. Er betonte die frauenpolitische Stärke des Frauenbundes und sicherte zu, dass er – wo immer er unterstützend wirken kann – dies auch mit vollem Herzen tue. Er betonte, wie sehr ihn es ehre, dass er als geistlicher Begleiter dem Frauenbund zur Seite stehen könne. Rückblickend bedauerte er, dass das Miteinander und die Gemeinsamkeit nicht stattfinden konnten, „ich hoffe, dass sich die Gesellschaft wieder festigt und wir in zwei Jahren den 100. Geburtstag des Diessener Frauenbundes feiern können.“

Sandra Perzul wirkte noch aktiv mit bei der Neuwahl und verteilte Ehrungen, Glückwünsche und Blümchen, Als Vorstandsmitglied nehme sie Abschied mit Trauer im Herzen, aber als Bürgermeisterin sei die Freude im Herzen groß, „weil der Frauenbund weiterlebt und weil ihn mit den jungen Vorstandsmitgliedern neue Kräfte begleiten. Wann immer es ihr Mandat erlaubt, werde sie dem Frauenbund nach 12 Jahren aktiver Mitgliedschaft Treue beweisen – und dem Fasching, „ja, beim Fasching möchte ich gerne mittendrin sein im großen Theater, wenn es meine Arbeit für die Gemeinde ermöglicht.“

Was auch zur Jahresversammlung gehört: Das Gedenken an die toten Mitgliedsfrauen Es waren dies im Zeitraum 2020-21 Heidi Adelsberger, Frieda Hartmann, Elly Metz, Johanna Schmidt, Ottilie Schweizer, Katharina Widmann, Rosa Wörsching.

Danke schön vom Frauenbund
Ehrenurkunde und Anstecknadel für 20 Jahre Mitgliedschaft beim Frauenbund erhielten Lucia Friedl, Theresia Heilrath, Anna Wenninger, Hedwig Kracher, Annette Kuchler, Hedwig Damnig, Luise Oppel. Für 40 Jahre Mitgliedschaft sind gewürdigt worden Rosa Kaiser, Franziska Scharr, Lidwina Schmid. Davon konnten nur drei Mitgliedsfrauen im Traidtcasten ausgezeichnet werden. 

Autor: Beate Bentele.
26.07.2021
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