Blütenzauber und Schlossromantik

Die Ausflüglerinnen waren verzaubert, wie der Fluß und die historische Architektur die Stadt prägen und ihr einen unverkennbaren Charme verleihen. Schon von Weitem verrät Schloss Neuburg mit den zwei Rundtürmen das über Jahrhundert gewachsene Profil der Stadt. Neuburg ist in der Vergangenheit von Kriegen und Katastrophen verschont gewesen, so dass die Einzigartigkeit, die in der Vergangenheit entstanden ist, noch heute von den Einheimischen geliebt und von den Touristen bestaunt wird.
Bei einer umfangreichen Stadtführung erfuhren die Besucherinnen viel Interessantes über die Geschichte und über die Menschen der Stadt. Mittelpunkt der historischen Szene ist das prächtige Renaissance-Schloss, das Pfalzgraf Ottheinrich (1502-1559) als Residenz des 1505 gegründeten Fürstentums Pfalz-Neuburg errichten ließ. Einzigartig sind die Sgraffito-Fassaden im Schlosshof mit Szenen aus dem Alten Testament. Die Schlosskapelle mit ihren berühmten Fresken ist nachweisbar der älteste protestantische Kirchenbau weltweit. In einem der Schlosstürme befindet sich eine sehenswerte barocke Grottenanlage, erschaffen aus Tuffstein und reichlich verziert mit Muscheln. Als Kostbarkeit gilt die prächtige Provinzialbibliothek, deren barockes Schrankwerk aus dem ehemaligen Kloster Kaisheim stammt.
Der Stadtkultur folgte am Nachmittag die Blütenkultur: Im Blumenparadies Dehner in Rain am Lech sorgten die Blumen-, Kräutergärten und letztlich die ganze Anlage mit ihren kulinarischen Einrichtungen für Wohlgefühl. Der Spaziergang durch die wunderschöne Parklandschaft war eine Ideenquelle für den eigenen Garten. Zum Verweilen war leider die Zeit zu knapp. Noch schnell einen Eiskaffee genießen und dann, zufrieden und dankbar für den schönen Tag, heimwärts fahren.