Katholischer Deutscher Frauenbund
Katholischer Dt. Frauenbund Zweigverein Dießen
110 Jahre KDFB Zweigverein Dießen
Die Jubiläumsfeier findet am Samstag, 26. September statt. Beginn ist um 13.30 Uhr im Marienmünster mit einem Gottesdienst, anschließend Festnachmittag im Traidtcasten.

AUF DEN SPUREN DEUTSCHER GESCHICHTE

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Das erste Ziel war schon von weitem an seiner markanten Silhouette erkennbar: Bad Wimpfen, geprägt vom Blauen Turm, dem Wahrzeichen der Stadt, empfing die Gruppe vom Ammersee mit seiner denkmalgeschützten Altstadt. Mittelalterliche Baudenkmäler und Fachwerkhäuser zeugen noch heute vom einstigen Reichtum der Stauferstadt.
Das wichtigste Gebäude in der Pfalz war der Palas, wo einst die reisenden Kaiser und Könige des Mittelalters Hof hielten. Erhalten sind noch die kunstvollen Arkaden (um 1200) mit unterschiedlich gestalteten Säulen, durch die man ins Neckartal blickt.

Die nächste Station war fürstlich: Im Herzen der historischen Altstadt von Schwetzingen steht das malerische Barockschloss, entstanden im 18. Jahrhundert. Es diente den pfälzischen Kurfürsten Karl Philip und Karl Theodor als Sommerresidenz.  Bei der Schlossführung verzauberten die Raumkulissen mit Interieurs aus dem 18. und 19. Jahrhundert, prunkvolle Tischdekorationen und feines Porzellan schmücken die Tafeln und erzählen von glanzvollen vergangenen Zeiten.
Die beeindruckende Ausstellung "Gefaltete Schönheit - die Kunst des Serviettenbrechens" zeigte Werke des Faltkünstlers Joan Sallas. Er faltet aus gestärkten Leinentüchern raffinierte Servietten und meisterhafte Figuren. Als Beispiel großer Gartenarchitektur gilt der ebenfalls im 18. Jahrhundert nach englischem Vorbild angelegte Schlossgarten mit Brunnen und Skulpturen. Das Meisterwerk der Gartenkunst ist ein Kulturdenkmal von europäischem Rang.

Der zweite Tag war der ehemaligen kurpfälzischen Residenzstadt Heidelberg gewidmet. Bei einer geführten Busfahrt lernten die Diessenerinnen das Universitätsviertel, das Medizinische Viertel und historische Häuserzeilen beidseits des Neckars kennen. Mit Spannung verfolgten die Frauen die Stadtgeschichte. Heute leben über 160.000 Einwohner und etwa 30.000 Studenten in Heidelberg.

BERÜHMTESTE RUINE IN DEUTSCHLAND
Bis in die Zeit der Römer und Kelten reichen die Spuren erster Besiedelung auf Heidelberger Grund zurück. 1196 erstmals urkundlich erwähnt, wird im 13. Jahrhundert die Stadt angelegt und das Schloss gebaut. Mit Gründung der Universität 1386 (die älteste Hochschule Deutschlands) beginnt die Blütezeit Heidelbergs als Hauptstadt der Kurpfalz.
Beim Spaziergang durch die romantischen Gässchen der malerischen Altstadt entdeckte  man verträumte Plätze, lernte die Heiliggeistkirche, das berühmte "Hotel Ritter" sowie die Alte Universität kennen. Mit der Bergbahn ging es dann hinauf zum Heidelberger Schloss.  Dieses Wahrzeichen der Stadt ist eine der berühmtesten Ruinen Deutschlands. Bis zu seiner Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1689 -1693) war es die Residenz der Kurfürsten. Nach der Zerstörung durch die Soldaten Ludwigs XIV. wurde das aus rotem Sandstein erbaute Schloss nur teilweise restauriert.

Natürlich durfte eine Schifffahrt auf dem Neckar nicht fehlen. Mit der "Neckarsonne", dem größten Edelstahl-Solarkatamaran der Welt, konnte die Reisegruppe reizvolle Ausblicke auf Heidelberg genießen. Besonders beeindruckte die Schlossruine, die sich steil über der Stadt am Nordhang des Königstuhls erhebt. Das Abendessen wurde im historischen Studentenlokal "Zum Roten Ochsen" eingenommen.

DER KAISERDOM
Am Tag der Heimreise stand der Besuch der Domstadt Speyer auf dem Programm. Der bereits vom Vortag bekannte Gästeführer verstand es, bei einem Rundgang die Kulturstätten der Stadt zu erklären. Man spürte förmlich, auf welch geschichtsträchtigem Terrain man sich befindet. Mächtig erhebt sich seit fast 1000 Jahren das Wahrzeichen von Speyer am nahen Rheinufer: Der Kaiserdom. Er gilt als größte erhaltene romanische Kirche und wurde 1981 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Die vollständig erhaltene Krypta ist ältester Teil des Doms, von dort aus gelangt man in die bedeutendste Grablege des Mittelalters, in der acht Kaiser und Könige bestattet sind.

Weiter führte der Weg zum Kloster St. Magdalena, das als einziges von 60 ehemaligen Klöstern der Pfalz die Jahrhunderte überdauert hatte. Die Schule war zwischen 1923 und 1931 Wirkungsstätte von Edith Stein. In der Maximilianstraße schlägt das Herz der Stadt. Der Spaziergang auf dem Prachtboulevard ist eine Begegnung mit dem Alten Rathaus, der Alten Münze und mit stattlichen Barock-Bauten. Was gibt es Schöneres, als in dieser großartigen Kulisse in einem Café unter Palmen zu sitzen und mediterranes Flair zu genießen? Das Altpörtel war das westliche Tor der mittelalterlichen Stadtmauer und bildet gegenüber vom Dom den Abschluss der Maximilianstraße.

Wer mehr Bilder anschauen mag, ruft unter der Rubrik GALERIE die Fotos unter dem Datum 8. bis 10. Oktober 2018 auf

Autor: Fotos Brigitte Haugg & Maria Steinle | Fotos rechts anklicken und groß anschauen
10.10.2018
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